"Sowieso"
35 Jahre Herzblut für den Tischtennissport: Höhenstadts Macher Karl-Heinz Scholz
Wenn es um Tischtennis beim DJK SV Bad Höhenstadt geht, fällt ein Name unweigerlich:
Karl-Heinz Scholz. Seit 35 Jahren steht der heute 71-Jährige als Spartenleiter an der Spitze der Abteilung – ein Jubiläum, das nicht nur für Beständigkeit, sondern vielmehr für außergewöhnliches Engagement steht. Eines Sportlers, der nicht unbedingt viele Worte braucht.
„Sowieso“, sagt Scholz und meint damit: „Natürlich packen wir das an.“
Er hat es geschafft, neben allen wichtigen lokalen Beziehungen auch den Kontakt zum großen Tischtennis herzustellen. Josef Dvoracek (73), der frühere tschechische Nationalspieler und Vize-Europameister, oder dessen Landsmann Richard Vyborny (54), 2004 Olympia-Teilnehmer und aktueller Topspieler der Höhenstädter Verbandsoberliga-Mannschaft, sind die beiden bekanntesten Vertreter hoher Qualität an den Höhenstädter Platten.
Geboren am 29. April 1954, lebt Scholz heute als Rentner in Fürstenzell. In seinem früheren Berufsleben war er als Elektrikermeister tätig – ein Beruf, der Präzision, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein erfordert. Eigenschaften, die ihn auch im Ehrenamt auszeichnen. Mit ruhiger Hand und klarem Blick hat er über Jahrzehnte hinweg die Geschicke der Tischtennissparte gelenkt und dabei stets den Überblick behalten – organisatorisch wie menschlich.
Sportlich ist Karl-Heinz Scholz nach wie vor aktiv. Mit einem QTTR-Wert von 1222 schlägt er aktuell in der Bezirksklasse D Gruppe 8 Rottal des Bayrischen Tischtennis-Verbands auf. Dabei geht es ihm längst nicht mehr nur um Punkte und Tabellenplätze.
Doch sein Wirken reicht weit über den Spielbetrieb hinaus. Generationen von Spielerinnen und Spielern haben unter seiner Leitung trainiert, Wettkämpfe bestritten und Gemeinschaft erlebt. Scholz ist Organisator, Ansprechpartner, Motivator – und oft auch Vermittler, wenn es einmal unterschiedliche Meinungen gibt. „Er hat immer ein Ohr für alle“, heißt es aus Vereinskreisen. Seine ruhige, besonnene Art und seine große persönliche Integrität machen ihn zu einer prägenden Persönlichkeit des Vereinslebens.
In einer Zeit, in der langfristiges ehrenamtliches Engagement keine Selbstverständlichkeit mehr ist, setzt
Karl-Heinz Scholz ein starkes Zeichen. 35 Jahre Spartenleitung bedeuten unzählige Trainingsabende, Sitzungen, Turniere, Gespräche und Entscheidungen – meist im Hintergrund, oft selbstverständlich, aber immer mit Herzblut.
„Sowieso“ für Karl-Heinz Scholz ist dieses Wort keine Floskel, sondern Haltung. Ob neue Projekte, spontane Ideen oder ambitionierte Ziele – sein „Sowieso“ klingt nie überrascht, eher bestätigend. Als hätte er längst damit gerechnet. Als wäre Engagement selbstverständlich.



















